Strafrecht als interdisziplinäre Wissenschaft

Datum: 07. bis 08.11.2014

Ort: Göttingen

Die Tagung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Strafrechtsdogmatik, Erfahrungswissenschaften und gesellschaftlicher Realität.

Aktuelle Debatten um das „neurobiologische Ultimatum“ der Hirnforschung für das Schuldprinzip, verhaltensökonomische Erkenntnisse zum „Framing“ oder die kommunikationswissenschaftliche Analyse des Öffentlichkeitsgrundsatzes werfen die zentrale Frage auf, wie weit sich das Strafrecht für Nachbardisziplinen öffnen muss. Im Fokus steht, inwiefern Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und sogar Naturwissenschaften wie der Brandforschung zur Lösung rechtlicher Probleme beitragen können, ohne die normative Autonomie des Rechts zu gefährden.

Ziel war es, grundsätzliche Perspektiven auf das Selbstverständnis einer interdisziplinären Strafrechtswissenschaft zu erarbeiten, indem diese Themen aus dogmatischen, philosophischen und empirischen Blickwinkeln diskutiert werden.

Das Organisationsteam


Stefanie Bock

Stefan Harrendorf

Manuel Ladiges