
Verletzte im Strafrecht
Datum: 28. bis 30.03.2019
Ort: Hamburg
Die Tagung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Täterstrafrecht, Opferschutz und prozessualer Teilhabe.
Aktuelle Debatten um die Rolle des Verletzten als Zeuge oder Nebenkläger, die Verjährung bei schweren Menschenrechtsverletzungen oder die Herausforderungen internationaler Wiedergutmachung werfen die zentrale Frage auf, wie stark das Opferinteresse die klassische Strafdogmatik beeinflussen darf. Im Fokus steht, inwiefern der Verletzte als eigenständiges Rechtssubjekt wahrgenommen wird, welche Gefahren eine „Subjektivierung“ von Rücktritt und Reue birgt und wie die Strafrechtswissenschaft das Verhältnis zwischen staatlicher Strafgewalt und individueller Betroffenheit neu austariert.
Ziel war es, grundsätzliche Perspektiven auf die Stellung des Verletzten im Strafrecht zu erarbeiten, indem diese Themen aus dogmatischen, kriminologischen und internationalen Blickwinkeln diskutiert werden.
Das Organisationsteam
Kilian Wegner
Markus Abraham
Jan Christoph Bublitz
Julia Geneuss
Paul Krell


