Close-up of the iconic Berlin TV Tower against a dark evening sky.

Strafrecht und Krise

Datum: 14. bis 16.03.2024

Ort: Berlin

Die Tagung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen strafrechtlicher Krisenintervention, gesellschaftlicher Transformation und rechtsstaatlichen Grenzen.

Aktuelle Debatten um die Pönalisierung von Klimaprotesten, den strafrechtlichen Umgang mit der Seenotrettung oder die Ad-hoc-Gesetzgebung in der Pandemie werfen die zentrale Frage auf, ob das Strafrecht ein effektives Mittel der Krisenbewältigung oder lediglich ein Instrument symbolischer Politik ist. Im Fokus steht, inwiefern eine „sozialnormtransformative Kriminalpolitik“ gesellschaftliche Verhältnisse aktiv verändern darf, welche Ambivalenzen zwischen der „hellen und dunklen Seite“ des Völkerstrafrechts bestehen und wie die Strafrechtswissenschaft als „Strafrechtsbegrenzungswissenschaft“ auf den Druck multipolarer Krisen reagieren muss.

Ziel ist es, grundsätzliche Perspektiven auf den Zustand des Strafrechts im Angesicht der Krise zu erarbeiten, indem diese Themen aus dogmatischen, kriminologischen und posthumanistischen Blickwinkeln diskutiert werden.

Das Organisationsteam


Dr. Anneke Petzsche

Dr. Inga Schuchmann

Dr. Leonie Steinl

Dr. Andreas Werkmeister